Vulkanische Systeme

Bei genauer Betrachtung können die vulkanischen Aktivitäten und Erscheinungen Islands in rund 30 vulkanische Systeme gegliedert werden, die in Bau und Funktion je eine Einheit bilden. Die meisten Vulkansysteme bestehen aus einem vulkanischen Zentrum. Das können ein Tafelvulkan, ein Stratovulkan, eine Caldera(*), ein Schildvulkan, ein Stratovulkanrücken oder ein submarine Form sein. Mit Vorteil liegen diese Zentraleinheiten direkt über einer mächtigen Magmaquelle. Entlang der Riftzonen gehören bestimmte Kraterreihen und Scharen von vulkanischen Spalten dazu. Die Spalten treten in Schwärmen von 40 bis 100 km Länge und 10 bis 30 km Breite auf. Lavaströme, vulkanische Platten und Plateaus sind die Förderprodukte, die entfernt von den vulkanischen Zentren liegen.

 

(*) Calderas entstehen, wenn grosse Mengen Magma aus einer unterirdischen Magmakammer gefördert wurden, und der Fels darüber ob der eigenen Last einbricht. In manchen Fällen füllen sich solche Calderen oder Teile davon mit Grundwasser und bilden Seen, meist ohne Abfluss.

Einblick in das vulkanische System der Askja im Bereich des Dyngjufjöll-Gebirges (1500 m) im nordöstlichen Hochland. Von zentraler Bedeutung innerhalb dieses Systems ist der Askja-Vulkan, das sind eigentlich drei riesige Calderen. Eine davon stammt aus dem Jahre 1875 und bildet heute den Öskjuvatn. Zusammen mit einem Spaltenschwarm bedeckt das Vulkansystem eine Fläche von 45 km2. Am nördlichen Seerand liegt der kleine Explosionskrater Viti. Die Askja ist Teil des viel grösseren Systems Dyngjufjöll, das besonders im Pleistozän zu einem mächtigen Gebirge heranwuchs.

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