Oodnodatta-Track

Diese unbefestigte Outbackpiste im Norden von South Australia ist eine traditionelle Handelsroute im Nord-Süd-Verkehr zwischen den Pisten, die in Marree weiter in den Süden und Marla in den Norden führen. An der Route befinden sich noch heute zahlreiche Quellen, die aus dem Grossen Artesischen Becken unter dem Wüstenboden gespiesen werden. Aufgrund der bereits bestehenden Piste und dieser Wasservorkommen wurden die ursprüngliche Route der Eisenbahn und die erste Telegrafenleitung quer durch das Land entlang dieser Verbindung zwischen Norden und Süden gebaut.

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Alles Geradeaus! – 20-810

 

Schier endlos führt die Piste durch die Oodnodata-Wüste im südaustralischen Outback. Von einem leicht erhöhten Auf­nahmestandpunkt gelingt ein weiter Blick in die Tiefe. Die ausgeprägte Linienperspektive und die Wölkchen in unterschiedlicher Tiefe betont den räumlichen Eindruck bis in die entferntesten Bildpartien. Der weisse Camper mitten­drin vermag als Formakzent mit bekannter Grösse zu bestehen.

Grüne Wüste – 20-811

 

Grüne Sträucher profitieren vom Grundwasser und den sporadischen Regenfällen. Zusätzlich ist ihr Bau an die trockenen Standorte angepasst. Der Betrachter erkennt die Sträucher als zueinander ähnlich in Farbe und Form. Das dunkle Grün der Sträucher steht in einem Hell-Dunkelkontrast zu den warmen, erdigen Farben des Wüstenbodens. Mit zunehmender Entfernung nehmen Grössen und Abstände der Büsche zueinander ab. Diese Verdichtung in die Tiefe betont zusammen mit der wegführenden Wüstenpiste die Räumlichkeit im Bild.

Rötliche Halbwüste – 20-813

 

Gebiete mit einer teilweise geschlossenen Pflanzendecke stehen am Übergang zwischen Savanne (geschlossene Pflanzendecke) und der Wüste. In diesem Fall stammen die Gesteine von Gebirgspartien, die Eisen enthalten. Eine schüttere Pflanzendecke überzieht das Beinahe-Wüstengebiet.

Eukalyptus in der Wüste – 20-814

 

Wunderbar breiten sich die Kronen des mehrere Stämme umfassenden Eucalypten aus. Die tief hinabfallenden, kräftigen Äste bedecken den gesamten Boden unter sich und bieten Schutz gegen eine zu schnelle Verdunstung des Wassers aus den episodischen Regenfällen.

Trockener Flusslauf – 20-815

 

In der Trockenzeit fühlt sich ein Wasserstandsmesser im Flussbett – der dann noch bis 2m reicht – etwas fremd an. Doch während den seltenen Heavy Rains müssen die 4x4-Fahrzeuge schon mit kräftigem Schub durch die Wasser pflügen, um hier den Fluss zu durchqueren.

Dingos unerwünscht – 20-816

 

Der Dingozaun soll die  Schafweiden im Südosten des Kontinents vor Dingos und Füchsen schützen. Mit einer Länge von 5'614 km ist er der längste ununterbrochene Zaun der Welt. Stürme, Überschwemmungen und Beschädigungen durch grössere Tiere machen einen aufwendigen Unterhalt erforderlich.

Gibber Plains – 20-817

 

Wüstenoberflächen aus blank-erodierten, glänzenden, rotbraunen Steinen sind Gibberplains. Sie sind voll mit dicht gepackten, ineinander greifenden eckigen und abgerundeten Gesteinsfragmenten von Kiesel- und Kopfsteinpflastergrösse bedeckt. Die dunkelrote Gesteinsoberfläche und die grünen Sträucher kontrastieren in der Farbe gegeneinander. Gleichzeitig betonen sie mit der nahen rauen Oberfläche den Tiefeneindruck im Bild.

Teich in der Wüste – 20-818

 

An einigen Stellen quellen die Grundwasser des Great Artesian Basin durch vertikale Kanäle an die Erdoberfläche. Es genügt, wenn der Grundwasserspiegel die Erdoberfläche überragt. Die alten Wasser bilden Teiche aus hoch aufgeschichteten, mit Gräsern bewachsenen Hügeln. Diese Hügel von Wabma Kadarbu haben die Wasser selbst gebaut. Die reichlich gelösten Mineralien lagern sich seitlich von der Austrittsöffnung ab. Der Hügel wächst umso höher, je länger die Quelle aktiv ist.

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Pfütze in der Wüste – 20-819

 

Selbst kleinste Pfützen bleiben über längere Zeit bestehen, wenn nur der Grundwasserspiegel die Erdoberfläche überragt. Eine willkommene Tränke für die  Wüstentiere.

Ausgetrocknet – 20-820

 

Ältere Quellgebiete von Wabma Kadarbu können auch versiegen und Platz für eine salztolerante Vegetation bieten.

Wüstenwind nutzen – 20-821

 

Ein Western-Windrad, auch Texasrad genannt, ist ein auf einem Gittermast montiertes, vielflügeliges Windrad mit einer Fahne zur Windrichtungs-nachführung. Diese in der zweiten Hälfte des 19. Jh. in Nordamerika entwickelte Windradbauart wird auch heute noch in der Oodnadatta-Wüste als Pumpwerksantrieb zur Bewässerung und Stromerzeugung verwendet.

Wüstenfarben – 20-822

Das Bild handelt von den Farben, die für manche Wüsten in Australien typisch sind. Der nahe, ockerfarbene Strauch hebt sich besonders durch seine offene Form vom roten Sand ab, nicht so sehr durch seine Farbe, denn beide präsentieren sich in warmen Farben. Die dunkelgrünen Büsche dagegen heben sich durch ihre geschlossene Form und ihre dunkle Farbe vom Sand ab und ergeben einen typischen Warm-Kaltkontrast. Die warme Farbe betont die Nähe im Bild, der kaltfarbene Himmel tritt zurück. Die Ausdehnung in die Tiefe wird zudem durch die lose Folge der Gebüsche und durch ihre teilweise Überdeckung betont.

Roter Sand – 20-823

 

Das warme Rot des Sandes vermittelt Nähe und lässt das kalte Himmelsblau zurücktreten. Diesen Effekt unterstützt der knappe Horizont. Ein Seitenlicht hebt die unzähligen Sandrippen hervor. Die ähnlich geschweiften Rippen verlaufen gleichsinning nebeneinander und bilden ein lineares Muster. Die offene Form des kleinen Strauches ragt aus der geschlossenen Sanddecke hervor und übernimmt die Rolle eines Formakzentes.

Verkehr in der Wüste – 20-824

 

Die freie Fahrt geniessen, das kann man selbst bei Gegenverkehr. Doch aufgepasst, für uns Europäer fährt der Gegenverkehr rechts! Die zahlreichen, in die Tiefe führenden Spuren, die in der Ferne zu einem Fluchtpunkt zusammenfinden, betonen die Tiefe im Bild wie kaum ein anderer grafischer Effekt. Der Jeep im Gegenverkehr samt seiner Staubwolke übernimmt die Rolle eines grafischen Akzentes.

 

Grosses Artesisches Becken

 

Auf den Hochlandflächen, Steinwüsten und Dünen sind Pflanzen und Tiere inselartig verbreitet. Solche Oasen liegen in Zonen, wo sich das Wasser unter der Erde konzentriert. Entlang der oberflächlich ausgetrockneten Flussläufe vermag sich das Wasser unterirdisch zu konzentrieren. Wohin das Wasser auch fliesst,die Nährstoffe folgen diesem Strom. Noch lange Zeit nach episodischen Niederschlägen können die tief in den Untergrund ragenden Wurzeln der Sträucher und Bäume das angereicherte Grundwasser nutzen.

Im Untergrund dieser Wüste liegt der westliche Teil des Grossen Artesisischen Beckens (Great Artesian Basin). Das riesige Grundwasserreservoir ist vor über 100 Mio. Jahren entstanden. Noch heute ist es mit einer Ausdehnung von 1.7 Mio. km2 eines der grössten Grundwasservorkommen der Welt. Insgesamt 87’000 Mio. Liter verteilen sich unter 23 % des australischen Festlands. Die über 1’700 Quellen im südlichen Teil des Basin sind die wichtigste Grundlage für ein Leben in der Wüste. Das Grundwasser fliesst mit einer Geschwindigkeit von rund 3 Metern pro Jahr in verschiedene Richtungen.

 

Roter Sand

 

Wie die Sandkörner aussehen und welche Farbe sie haben, wird von der Zusammensetzung des Ursprungs-gesteins und von den „Erlebnissen“ des Sandkorns auf seiner langen Reise bestimmt. Viele australische Gesteine enthalten Eisen.

 

 

An der Luft reagiert das Eisen mit dem Sauerstoff und es entsteht rötliches Eisenoxid: Das Eisen der Gesteine rostet buchstäblich. Je länger der Sand an der Oberfläche verbleibt, desto röter wird er.

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