Explosive Vulkane

Heftig speien die Vulkane Lockerstoffe, Gase, Asche und Wasserdampf in die Luft. Kräftige Explosionen begleiten solche Ausbrüche. Dazu gehören die Stratovulkane, Stratovulkanrücken und die kleineren vulkanischen Explosionskrater.

Explosive Vulkane

Explosive Gemische

 

Stratovulkane

Explosive Vulkane in Kegelform bestehen meist aus einzelnen Schichten (lat. Stratum) von Lockerstoffen und Lava. Jede Schicht kann einem bestimmten Ausbruch zugeordnet werden. Mit zunehmender Anzahl Ausbrüche wächst der Stratovulkan in seine bekannte spitzkegelige Form.
 

Typische Stratovulkane fördern in einer ersten Phase Lockerstoffe, Gase, Asche und Wasserdampf. Mächtige Eruptionswolken steigen bis zu 30 km in die Höhe. Kräftige Explosionen begleiten solche Ausbrüche. Am Erdboden können giftige Gase zu gefährlichen Gasteppichen zusammenfinden.
Nach der explosiven Phase wechseln die Vulkane oft ihr Verhalten und fördern in hohen Fontänen flüssige Lava. Mit den zahlreichen Ausbrüchen wachsen die Stratovulkane zu hohen Kegeln heran.

Stratovulkanrücken

Eine isländische Eigenart ist der Stratovulkanrücken, hier  am Beispiel des Hekla. Die Lava fliesst wiederholt aus den gleichen vulkanischen Spalten und breitet sich nach beiden Seiten über weite Flächen aus. Daraus entsteht ein Rücken mit ellipsenförmigem Grundriss. In der Mitte des Rückens verläuft die breite Spalte Heklugjá. Nach einer ersten explosiven Phase öffnet sich die Spalte über den ganzen Rücken. Später kann sich der Ausbruch auf einzelne bestehende oder neue Krater konzentrieren.

Stratovulkan – In Eis kleiden sich die Gipfel des Öræfajökull. Darunter verbirgt sich der Stratovulkan Öræfajökull, der aus zahlreichen Schichten von Lava und Lockermassen aufgebaut ist. Seine höchste Erhebung ist der Hvannadalshnúkur (2110 m). Er ist bekannt für seine kräftigen explosiven Ausbrüche.

 

Stratovulkanrücken – Bekanntestes Beispiel für einen Stratovulkanrücken auf Island ist der Hekla mit seiner Spalte Heklugjá

Explosionskrater – Hnausapollur vor Landmannalaugar ist im Rahmen einer grossen Eruption des Bárðabunga entstanden. Das Maar verfügt über unterirdische Zu- und Abflüsse. Dementsprechend kommen auch Fische im See vor. Sind bei Explosionen Eisenverbindungen im Spiel, so färbt sich der schwarze Basalt rot.

Kleinere vulkanische Explosionskrater

Reine Gasausbrüche verursachen kräftige Explosionen. Dabei zertrümmern sie die Schlotfüllung, lösen Teile von benachbarten Felsen ab und schleudern sie hoch hinaus. Ein solcher Schlot fördert hauptsächlich Bims und vulkanische Asche. 
Zurück bleibt die vorerst leere Schlotöffnung. In vielen Fällen füllen sich solche Öffnungen mit Grundwasser und lassen ein Maar entstehen.

 
 

Explosive Gemische

 

Eruptionswolken

Über Jahre aufgebaute, hohe Drucke im Vulkanschlot reissen flüssige und gasförmige Stoffe aus dem Magma heraus. Zusammen mit vulkanischer Asche und Wasserdampf entwickelt sich die Eruptionswolke. Sie kann sich aus folgenden Stoffen zusammensetzen (Surtsey 1967): 79 % Wasser, 5 % Schwefeldioxid, 4 % Waserstoff, sowie kleinere Mengen von Salzsäure, Kohlenmonoxid, Neon, Argon und Fluor.
Die Höhe, die eine Eruptionswolke erreicht, ist vom Gasdruck im Magma und vom Wetter zum Zeitpunkt des Ausbruchs abhängig. Besonders mächtige Wolken entstehen, wenn sich grosse Wassermengen mit den vulkanischen Gasen mischen, an Land mit Grundwasser, am Gletschergrund mit Schmelzwasser oder am Meeresboden mit Meerwasser. Nach einer Startphase verliert die Eruptionswolke an Kraft.
Gleicht sich der Gasdruck dem Luftdruck in der Höhe an, so treiben die Höhenwinde die Wolke in ihrer Richtung über weite Strecken fort. Der Flugverkehr kann grossräumig eingeschränkt oder verunmöglicht werden. Grossräumige Klimaänderungen können sich einstellen. Der gigantische Ausbruch des Laki im Jahr 1783 blockierte das Sonnenlicht über Monate. Kondensieren die Wolken, so sind heftige, mit Asche vermischte Regen- und Schneeschauer zu erwarten. Sammeln sich die vulkanischen Gase am Boden, so können gefährliche Gasteppiche entstehen.

Gleicht sich der Gasdruck dem Luftdruck in der Höhe an, so treiben die Höhenwinde die Wolke in ihrer Richtung über weite Strecken fort. Der Flugverkehr kann grossräumig eingeschränkt oder verunmöglicht werden. Grossräumige Klimaänderungen können sich einstellen. Der gigantische Ausbruch des Laki im Jahr 1783 blockierte das Sonnenlicht über Monate. Kondensieren die Wolken, so sind heftige, mit Asche vermischte Regen- und Schneeschauer zu erwarten. Sammeln sich die vulkanischen Gase am Boden, so können gefährliche Gasteppiche entstehen.

Eruptionswolke – Während unserer Zeit in Island kam es zu keiner vulkanischen Eruption. Deshalb kein Bild einer Vulkanwolke. Folgen Sie diesem Link: Eruptionswolke des Eyjafjallajökull am 17. April 2010. Bild © Henrik Thorburn, Island.

Vulkanasche

Vulkanische Asche besteht aus feinst zerriebener Lava mit Korngrössen unter 2 mm Durchmesser. 
Landet die Asche auf einem Gletscher, so schliessen die nächsten Schneefälle die Partikel ein. Sie wird im Eis konserviert. Die langsam vorwärts schiebende Gletscherzunge transportiert die Asche über die ganze Länge des Eispanzers. Erst wenn das Eis schmilzt, kommt die Asche am Ende der Gletscherzunge wieder frei.
In manchen Fällen ist die Art der abgelagerten Asche für einen bestimmten Ausbruch typisch. Mit Hilfe der Aschehorizonte in den Sedimenten und Böden ordnen die Forscher geologische und archäologische Ereignisse zeitlich ein. Sie bestimmen das Alter von Lavaströmen, Änderungen in der Flora und in Flusslandschaften, von Vorstössen und Rückzügen der Gletscher.

Vulkanische Asche – Im Eis des Sólheimajökulls eingeschlossen, fliesst die vulkanische Asche vom Nähr- ins Zehrgebiet. Erst an der Gletscherfront trennen sie sich wieder. Das Eis schmilzt, die Asche lagert sich auf dem Sander ab oder fliesst zusammen mit dem Schmelzwasser ins Meer.

 
 

Poröse Bimssteine
Stark aufgebläht, porös und glasig ist Bimsstein. Solche Lavafetzen entstehen bei gasreicher und zähflüssiger Lava. Explodieren die Gase in den Schloten, so reissen die Kräfte das zähflüssige Magma in die Luft. Die Poren entstehen durch ein plötzliches Entweichen der Gase. Wie bei einem Schwamm ist die Gesteinsmasse von unzähligen, unregelmässig geformten Poren durchsetzt. Sie können bis 85 % des Volumens ausmachen. Bimsstein schwimmt auf dem Wasser. Verbreitet ist der grau bis weiss gefärbte rhyolithische Bimsstein, seltener der schwarze, basaltische.

Bimssteine – Winde verbreiten im Vikursandur die federleichten Bimsfetzen wie Sand in der Wüste. Entstanden sind sie bei explosiven Ausbrüchen aus rhyolithischem Magma.

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